Evening Delights

Meine momentane Bleibe, das Suiko So, ist an Komfort kaum zu übertreffen. Wenn man nach ungefähr zwölf Stunden in der Universität und einem Heimweg von 30 Minuten ins Zimmer tritt, dann wird man von dem folgenden Anblick doch gleich freudig gestimmt. Jeden Abend ist das Bett frisch gemacht, der Müll weggebracht und es liegen neue Handtücher und ein neues Nachtgewand auf dem Bett. Da fühle ich mich doch gleich viel wohler.

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Am vergangenen Abend habe ich mich endlich einmal nicht verlaufen und bin zielstrebig im großen Supermarkt eingekehrt. Dort habe ich mich mit einem neuen Rucksack versorgt, den ich am Freitag brauchen werde. Für ein Portemonnaie konnte ich mich noch nicht entscheiden, da sie entweder viel zu groß oder zu klein sind. Irgendwann darf man dann halt nicht mehr so wählerisch sein.

Leider war es schon wieder kurz vor neun Uhr, was zur folge hatte, dass es wieder nur noch einen Reisball gab. Den habe ich auch gekauft, aber den gibt es erst heute Nachmittag. Dazu gab es noch ein Sandwich für das erste Frühstück und eine kleine Sushi-Box. Das schöne ist, wenn man so spät kommt ist fast alles frisch zubereitete um mindestens 30% reduziert. Das macht sich vor Allem bei der Sushi-Box bemerkbar.

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Zum Essen gab es dann noch einen Tee aus der Dose und eine Flasche ‘Pocari Sweat’. Sogar mein Fettnäpfchenführer kannte dieses Getränk und da musste ich das doch auch mal ausprobieren. Es handelt sich um ein Isotonisches Sportgetränk, das auch direkt ein wenig an Schweiß erinnert. Das liegt aber möglicherweise daran, dass Papa im Tennisclub immer ‘Isostar’ gebunkert hatte.

Die Stäbchen bekommt man an der Kasse des Supermarktes dazu. Ehrlich gesagt fällt es mir immer noch ein wenig schwer, diese riesigen Brocken vernünftig damit zu essen. Ich werde wohl noch ein wenig üben müssen, bevor ich mich mit meinen Künsten in ein Restaurant traue.

Zum Nachtisch gab es dann noch eine Tasse heißen Tee und ein paar Kekse. Müllvermeidung ist hier eher eine übersehbare Fußnote im Skript des Alltags. Ganz allgemein ist das Thema Müll doch schon deutlich verschieden von Deutschland. Aber hier rüstet Japan gerade massiv auf. Wenn es vor ein paar Jahren nur ein Mülltrennungskriterium gab (brennbar oder nicht), so unterscheidet man heute in Dosen, Glasflaschen, Papier, Plastikflaschen, brennbar und nicht brennbar. Das kann ganz schön zu Verwirrung führen, weil nicht überall alle Mülleimer verfügbar sind.

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Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist hier alles doppelt und dreifach eingepackt. Die Verpackungen sehen immer wesentlich größer aus als der enthaltene Inhalt. Nach einem ausgedehnten Mahl könnte man eigentlich immer den Müll raus bringen.

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