Sonntags in Mito-shi an der Universität von Ibaraki

Ich werde nicht zum Workaholic werden. Eine gewisse Abhängigkeit vom Internet mag ich nicht leugnen. Da ich derzeit in meinem Appartement noch über keinen Anschluss an das Netz der Netze verfüge, so nehme ich den Weg doch gerne auf mich.

Heute lag es sogar auf der Strecke. Am Nachmittag begab ich mich in den Kairakuen Park um dort auch noch die letzten Blätter und Zweige zu bewundern, zu denen ich bislang noch nicht vorgedrungen bin. Momentan ist die Farbenpracht einfach überwältigend.

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Das ist nur eines von vielen Bilden, die ich hoffentlich bald alle präsentieren kann. Dazu muss ich natürlich die Zeit finden, meine ersten Wochenenden auch einmal aufzuarbeiten.

Im Gepäck hatte ich einen kleinen Imbiss: Drei Reißbällchen und eine Flasche Tee. In der noch recht warmen Abendsonne lässt sich ein kleines Picknick dann noch recht gut absolvieren. In meiner Runde bin ich dann noch fast in ein Fotoshooting gestolpert – Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Man darf sich hier keine Gedanken darüber machen, in welche Kamera man gerade hinein läuft. Meine Schätzung bezüglich Kamera-Personen-Rate, inklusive Handy-Kameras, liegt bei etwa 0,9. Begründen lässt sich das natürlich nur durch die Anwesenheit diverser Kleinkinder.

Nach meinem Spaziergang dann der Weg in die Universität. Kurz noch in den Mega Don Quijote, ein paar Lebensmittel kaufen: Morgen geht die Welt unter! Menschenmassen neben Menschenmassen, fast wie in Deutschland kurz vor einem Feiertag beim Lidl (Aldi, tegut, etc., pp., …). Das mit kurz war dann wohl nichts. Mein Experiment für heute Abend heißt Tütensuppe mit anschließender Verkostung einheimischer Schokoladen.

Tag der verschlossenen Tür

Der gestrige Samstag war einer der Tage, an welchen die wichtigsten Einstufungsexamen in Japan geschrieben werden (oder zumindest an der hiesigen Universität). Der gesamte Campus war hermetisch abgeriegelt und von mindestens 20 Sicherheitsbeamten überwacht. Warum ich das weiß? Ich habe es gesehen. Ein Kooperationspartner aus Montana (Robert Szilagyi) war zu Besuch und wir hatten ein kleines Treffen. Ab 15.30 Uhr durfte man wieder auf das Gelände und so begab es sich, dass an den Eingängen ab 15.20 Uhr Schlangenbildung zu beobachten war.

Visitenkarten… mal wieder

Aus meinen Erfahrungen in Kyonan habe ich gelernt. Ich trage jetzt stets und ständig in meiner Brieftasche ein paar Visitenkarten spazieren. Mein weiß ja nie was kommt und ich möchte vorbereitet sein. Es hat sich nun auch schon bezahlt gemacht. Am Freitag Abend war ich mit Mori-sensei, Robert und einem dem Organik-Professor Kiyoshi Fujisawa in einem Restaurant. Mori-sensei hat uns an der Pforte des Chemie-Palastes abgeholt und in die Stadt gefahren. Beim Weg vom Auto zum Restaurant bekam ich dann die Karte von Fujisawa-sensei überreicht. Stolz wie Oskar konnte ich natürlich gleich kontern – hat sich das gut angefühlt. Dennoch hoffe ich immer noch, mal ein richtiges Visitenkarten-Ritual mitmachen zu dürfen.

Parkplatzsuche

Am Sonntag? Ich konnte kaum meinen Augen trauen, als ich heute die zweite Reihe auf dem Parkplatz wahr nahm. Mit abgeschiedener Ruhe und Gemütlichkeit – ja eigentlich erwarteter Einsamkeit – hat das nichts zu tun. So ist mein Fahrrad mal wieder auf einem der billigen Plätze gefangen, weil ich nicht pünktlich in der Universität war. Am Sonntag!

 

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