おしごと は なんじ から なんじ まで です か。Von wann bis wann arbeitest du?

Die heutige Lektion an der Sprachschule beschäftigte sich hauptsächlich mit Zahlen und Uhrzeiten. Als Übungsaufgabe wurde dann auch die Frage gestellt, von wann bis wann ich arbeite: おしごと は なんじ から なんじ まで です か。(O-shigoto wa nanji kara nanji made desu ka?) Die Antwort darauf schockierte dann auch die gesamte Lerngruppe, welche mittlerweile auf drei Personen gewachsen ist: Craig (Amerikaner, Englischlehrer), Tei (テイ, Chinese, Trainee bei Hitachi), ich, sowie unsere Lehrerin そのこ (Sonoko). Die Antwort lautet: しごと は ごぜん きゅはん じ から ごご きゅ じ まで です。(Shigoto wa gozen kyuhan ji gogo kyu ji made desu. Arbeit ist von 9:30 bis 21.00 Uhr.) Selbst für japanische Verhältnisse ist das wohl ein sehr langer Arbeitstag. Zugegeben, es ist ja nun nicht so, dass ich jeden Tag so lange arbeiten müsste, manchmal ergibt es sich einfach so. Aber das ist ja auch ein Zeichen von Engagement und Zugehörigkeit, denn die Kollegen verlassen häufig später das Büro.

Im Anschluss an die Sprachschule bin ich mit Craig und seiner Kollegin am Bahnhof etwas essen gegangen. Craig ist im übrigen Jamaikaner, der die meiste Zeit in New York City gelebt hat. Die letzten zwei Jahre verbrachte er in Japan als Englischlehrer. Erst jetzt hat er sich tatsächlich dazu entschlossen Japanisch zu lernen. Das hat mich etwas beruhigt, mein Lerntempo ist recht gering, dass man auch mit wenigen Worten hier über die Runden kommt. Seine Kollegin, den Namen habe ich leider vergessen, kommt aus Maryland in der Nähe von Washington DC.

Der Bahnhof ist nicht weit weg von der Mito City International Association (MCIA), zu Fuß etwa fünfzehn Minuten. Etwas schwieriger war es für mich einen Fahrrad Parkplatz zu finden. In dem Land in dem gefühlt 120% der Menschen ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs sind werden die Abstellmöglichkeiten doch schmerzlich vermisst. Das ging mir auch schon am Kairakuen so.  Auf einem normalen Parkplatz wurde mir dann vom Einweiser erlaubt mein Gefährt abzustellen. Man merkt an diversen Ecken und Enden die Freundlichkeit der hiesigen Bevölkerung.

Im Restaurant gab es dann gleich die nächste Verwechselung. Leider haben wir ein anderes Gericht bestellt, als wir essen wollten. Als es dann die Tabletts gebracht wurden, waren wir natürlich etwas verwundert, weil wir etwas anderes erwartet haben. Ein weiterer Blick in die Karte  verriet, dass die Bilder unter- und nicht übertitelt sind. Wahrscheinlich in jedem anderen Land dieser Welt arrangiert man sich mit diesem Fehler; hier nicht. Es wurde uns gar nicht die Chance gegeben, das Gericht zu behalten – es sah sehr köstlich aus – der Fehler wurde sofort korrigiert. Wie man gut erkennen kann, unabhängig davon wer das Missverständnis ausgelöst hat. Craig meinte nur, dass solle man niemals in Amerika machen.

Für zukünftige Japan Reisende, daher der folgene Hinweis: Entscheidet euch für eine der folgenden Bestellvarianten. Entweder auf das/ ein Bild zeigen, oder die Nummer/ den Buchstaben sagen. Zeigen ist selbstverständlich die sicherere Variante. In manchen Fällen hat man Glück, zum Beispiel bei der Bestellung von frittiertem Huhn, dass auch Chicken verstanden wird. Darauf sollte man sich nicht verlassen. Egal was man dann am Ende vor sich stehen hat, es wird höchstwahrscheinlich schmecken. Manchmal ist es vielleicht auch besser, wenn man mal nicht weiß, was man gerade in sich hinein verfrachtet.

Der Bahnhof ist im wesentlichen eigentlich ein riesengroßes Einkaufszentrum. Neben den Restaurants in der zehnten Etage (neuntes Obergeschoss) gibt es Buchläden, Kleidergeschäfte, Haushaltswaren, Elektronikläden und natürlich auch einen 100 Yen Shop (dazu später mehr). Nur in den unteren zwei Etagen spielt sich tatsächlich der Fernverkehr ab. Vor dem Bahnhof findet man auch diverse Bushaltestellen für diese Art von Fernreisen. Aus eben diesen Gründen ist es natürlich nicht verwunderlich, dass der Bahnhof in japanischen (Groß-)Städten als das Zentrum gilt.

Nach dem Essen war es dann schon 15.00 Uhr und die Sonne schon wieder am verschwinden. Für gewöhnlich gehe ich nach der Sprachschule in den Park um in der Sonne ein Picknick zu machen. Das habe ich heute mal ausfallen lassen. Meinen  Auslauf hatte ich ja trotzdem. Verabschieden möchte ich mich deshalb mit zwei Panoramabildern, die ich letzte Woche aufgenommen habe. (Die Bilder in voller Größe stehen in der Box, rechte Seite, zum Download bereit.)

Blick von der Baiou Brücke nach Mito Zentrum über den Senba Lake hinweg. Am linken Bildrand geht es in den Kairakuen Park, rechts geht es zum Gokoku Schrein und zum Tokugawa Museum.

Blick von der Baiou Brücke nach Mito Zentrum über den Senba Lake hinweg. Am linken Bildrand geht es in den Kairakuen Park, rechts geht es zum Gokoku Schrein und zum Tokugawa Museum.

Blick auf den Kairakuen Park mit Kobuntai (links) und Mito Zentrum mit Mito Art Tower (helikaler Turm in der Mitte). Das Tokugawa Museum befindet sich im Rücken. Der Senba Lake wäre im rechten Bildteil, ist aber von Bäumen verdeckt.

Blick auf den Kairakuen Park mit Kobuntai (links) und Mito Zentrum mit Mito Art Tower (helikaler Turm in der Mitte). Das Tokugawa Museum befindet sich im Rücken. Der Senba Lake wäre im rechten Bildteil, ist aber von Bäumen verdeckt.

Advertisements

One response to “おしごと は なんじ から なんじ まで です か。Von wann bis wann arbeitest du?

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s